{"id":491,"date":"2020-03-15T17:16:42","date_gmt":"2020-03-15T16:16:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.senioren-freuden.de\/blog\/?p=491"},"modified":"2020-03-16T08:20:22","modified_gmt":"2020-03-16T07:20:22","slug":"wintersonne","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.senioren-freuden.de\/blog\/wintersonne\/","title":{"rendered":"Unterwegs im winterlichen Hochgebirge"},"content":{"rendered":"<h1>Wir sind wieder in den geliebten winterlichen Bergen unterwegs<\/h1>\n<p>Es ist Februar und wir haben in diesem Winter noch immer keinen Schnee gesehen. Viele nennen das Klimawandel, f\u00fcr uns ist es allerdings nur ein zu warmer Winter. Allerdings ist die Vorfreude auf unsere allj\u00e4hrliche Reise in die schneebedeckten Alpen dieses Jahr verst\u00e4ndlicherweise besonders gro\u00df. Dann ist er da, Sonnabend der 15. Februar. Wie nicht anders zu erwarten, herrscht Hochbetrieb auf der <strong>A7 gen S\u00fcden<\/strong>, als wir um 10:00 Uhr aufbrechen. Die Autobahn ist nicht nur rappelvoll, nein, auch die zur Zeit grassierende Erneuerungswelle mit unz\u00e4hligen Baustellen, auf denen nat\u00fcrlich Wochenendruhe herrscht, sorgt f\u00fcr \u201aVerkehrsberuhigung\u2018. Den H\u00f6hepunkt bietet die Gro\u00dfbaustelle am Ellwanger Tunnel. Deutsche Autofahrer, harmonisch begleitet von unseren holl\u00e4ndischen Nachbarn, sorgen mit st\u00e4ndigen Spurwechseln f\u00fcr das auf den Autobahnen so geliebte \u201astopp-and-go\u2018. Wie will man auch anders die Raser einbremsen? Wenigstens das Wetter spielt mit. Es ist \u00fcberwiegend bedeckt mit teilweise sonnigen Abschnitten, aber wenigstens trocken. In gem\u00fctliche Fahrt, wir haben ja Urlaub, landen wir um 17:40 Uhr in<strong> Bad T\u00f6lz<\/strong>, unserem Etappenziel auf dem Weg nach S\u00fcdtirol.<\/p>\n<p>Der Weg um 18:00 Uhr in ein uns bekanntes Restaurant ist bestens geeignet, die Beine wieder an ihre eigentliche Funktion zu gew\u00f6hnen. Nach einem geschmackvollen indischen Essen sind wir um 20:30 Uhr wieder zur\u00fcck im Hotel.<\/p>\n<p>Wie es sich f\u00fcr einen Urlaubstag geh\u00f6rt, haben wir am 16. Februar lange geschlafen. Erst um 07:30 Uhr sind wir beim Fr\u00fchst\u00fcck. Eine gute Stunde sp\u00e4ter sitzen wir im Auto, um unsere Reise fortzusetzen. Diesmal aber wieder mit einer Neuerung &#8211; zumindest f\u00fcr uns. Es geh\u00f6rte bisher immer zu unserer Urlaubszeremonie, am zweiten Tag unserer Reise nur Landstra\u00dfen zu fahren und die l\u00e4ndliche Umgebung und d\u00f6rflichen Idyllen zu genie\u00dfen. Die Neuerung in diesem Jahr besteht darin, dass ich das erste Mal in meinem Leben eine \u00f6sterreichische Autobahn-Vignette erworben habe, um den Schikanen \u00f6rtlicher Geldeintreiber mit ihren anti-europ\u00e4ischen Machenschaften zu entgehen, die Touristen von den Landstra\u00dfen auf mautpflichtige Autobahnen umleiten. <em>\u00d6sterreich als Urlaubsland wird mich nie wieder sehen.<\/em><\/p>\n<p align=\"left\">Als wir schon sehr fr\u00fch, es ist 12:00 Uhr, in <strong>Obereggen\/S\u00fcdtirol<\/strong> ankommen f\u00fchrt uns der erste Weg ins Skipass-B\u00fcro. Die f\u00fcr eine Woche n\u00f6tigen Punkte-Karten, um t\u00e4glich die <strong>Gondelbahn<\/strong> \u201aOchsenweide\u2018 hinauf zur H\u00fctte \u201aEpircher Laner\u2018 nutzen zu k\u00f6nnen plus Extrakarte hinauf zur H\u00fctte \u201aOberholzer\u2018, sind schnell erworben \u2013 der Urlaub kann starten. Schnell das Gep\u00e4ck aufs Zimmer gebracht, die festen Wanderstiefel angezogen und wir sind auf dem Weg zum ersten \u201aTestlauf\u2018. In den letzten Jahren besch\u00e4ftigt uns ja immer wieder die Frage \u201eReicht die Kondition noch, machen die m\u00fcden Knochen und Knie noch mit?\u201c Als wir gegen 15:00 Uhr von dieser kleinen <strong>Nostalgie-Tour<\/strong> zur\u00fcckkommen, sind wir um eine Erfahrung reicher. Die wundersch\u00f6ne uralte S\u00fcdtiroler Bergh\u00fctte \u201aEpircher Laner\u2018 mit ihrer gem\u00fctlichen, wenn auch immer \u00fcberf\u00fcllten Terrasse, ist verschwunden. Ein moderner Neubau mit einer riesigen, allerdings trotzdem wieder \u00fcberf\u00fcllten Terrasse, prangt an alter Stelle. Gesch\u00e4ft geht halt vor Gem\u00fctlichkeit. Uns sagt dieser Drang zur Zerst\u00f6rung alter Kulturg\u00fcter gar nicht zu. Irgendwann wir dann sicher nebenan ein Museum errichtet unter dem Motto \u201aWie es fr\u00fcher in S\u00fcdtirol aussah\u2018. Der R\u00fcckweg gestaltet sich trotz der richtigen Schuhe, weil er auch dieses Jahr total vereist ist, schwierig wie immer in den letzten Jahren. Wie gut, dass wir unsere Punktekarte diesem Umstand angepasst haben und unser Guthaben f\u00fcr Auf- und Abfahrt ausreicht.<\/p>\n<p align=\"left\">Als wir zur\u00fcck sind, gehe ich in die Hotelbar einen Kaffee holen. Ein an der Bar sitzender Mann meint, an mich gewandt \u201aWir kennen uns doch auch\u2018. Es ist Anton, der Chef des Zirm, in dem wir von 1991 bis 2008, also 17 Jahre lang Quartier hatten. Seit 12 Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen und seine Kinder, die ihn begleiten, haben wir noch gar nicht kennengelernt. Vor dem Abendessen (19:00 Uhr), Chefkoch Andreas hat sein Handwerk nicht verlernt, verstauen wir noch das Gep\u00e4ck in die reichlich vorhandenen Schr\u00e4nke. Das Abendessen ist lecker und Stefan hat nat\u00fcrlich auch einen passenden Wein dazu. Mit Espresso und einem sehr guten <strong>\u201aGrappa Chardonney\u2018<\/strong> beschlie\u00dfen wir dann den Ankunftstag in S\u00fcdtirol.<\/p>\n<p align=\"left\">Warmgelaufen sind wir. Probleme beim Wandern haben sich nicht gezeigt. Wir starten also zum Winter-Wander-Urlaub in alter Frische. Tag 1 f\u00fchrt uns zun\u00e4chst nur bis zur <strong>\u201eWeigler Schupf\u201c<\/strong>. Bombardino und Jagertee zur Begr\u00fc\u00dfung und zum Mittag die hier oben ber\u00fchmten <strong>R\u00f6stkartoffeln mit Speck und Spiegelei<\/strong>. Hoppla, was ist denn das? Alle Taschen sind leer. Kein Geld eingesteckt, das Portemonnaie steckt noch in der anderen Jacke. Ist das peinlich. Markus der vom in den wohlverdienten Ruhestand getretenen Vater die H\u00fctte \u00fcbernommen hat, kennt uns allerdings auch. Als ich ihm erkl\u00e4re, wer wir sind und dass wir im Piccolo bei Stefan wohnen, grinst er nur \u201ebei dem da\u201c. Hinter uns steht Stefan, den ich in Skikleidung gar nicht erkannt habe. Wir erhalten Kredit. Nachmittags ist ausruhen angesagt. Der n\u00e4chste Tag f\u00fchrt uns dann zun\u00e4chst wieder zur \u201aWeigler\u2018 &#8211; Schulden bezahlen. Wir sind ja auf Nostalgie- und Abschiedstour, also geht\u2018s dann weiter zu Walter auf die <strong>\u201eGanischger H\u00fctte\u201c.<\/strong> Nach der Abfahrt haben wir noch zwei Stunden Zeit, bis zum w\u00f6chentlichen H\u00f6hepunkt des \u201aPiccolo-Aufenthalts\u2018. Um 18:45 Uhr gibt es an der Hausbar einen Begr\u00fc\u00dfungsdrink, danach geht es mit der Kabinenbahn hinauf zur <strong>\u201eEpircher Laner H\u00fctte\u201c<\/strong> &#8211; gemeinsames Abendessen auf der H\u00fctte ist angesagt. Das ist Tradition und wird auch in den neuen gro\u00dfz\u00fcgigen R\u00e4umen fortgesetzt. Man plaudert mit den Tischnachbarn und lernt sich dabei etwas n\u00e4her kennen. Wir sitzen zusammen mit Christian und Nina Weber und ihren Kindern, die wir schon vom Vorjahr kennen. Das Essen schmeckt und ist sehr reichhaltig. Um 21:30 Uhr sind wir p\u00fcnktlich an der Talstation, wo der Shuttle-Bus auf uns wartet, der uns direkt zum Piccolo f\u00e4hrt. Im Garten hat Stefan dort inzwischen alles gerichtet f\u00fcr einen Gl\u00fchwein-Punsch am offenen <strong>Lagerfeuer<\/strong>. Sehr alt werden wir diesmal aber nicht.<\/p>\n<p align=\"left\">Der H\u00f6hepunkt unseres Aufenthalts soll am Mittwoch folgen. Die neu errichtete <strong>Bergstation am \u201aOberholzer\u2018<\/strong>-Lift ist f\u00fcr uns zum Mittelpunkt eines Obereggen-Aufenthalts geworden. Hier oben hat man den weiten Blick \u00fcber die nahen und fernen Berge, sp\u00fcrt den Trubel auf den Pisten und findet dar\u00fcber hinaus auch immer einen guten Sitzplatz auf der Terrasse bei freundlicher Bedienung. So sind wir dann von 10:00 bis 14:30 auf Oberholzer-Tour. Wegen der Witterungsbedingen mit Tauwetter am Tag und leichtem Frost in der Nacht \u2013 stellenweise sind die Wanderwege t\u00fcckisch glatt, aber auch aus Konditionsgr\u00fcnden, \u00e4ndern wir das Programm heute. Auch f\u00fcr den R\u00fcckweg nehmen dir die Ochsenweide-Kabine. Nachmittags beginnt es leicht zu schneien.<\/p>\n<p align=\"left\">Nat\u00fcrlich geh\u00f6rt auch der allj\u00e4hrliche Tagesausflug ins <strong>Fleimstal (Val de Fiemme)<\/strong> zu unserem diesj\u00e4hrigen Aufenthalt. Die abenteuerliche Fahrt \u00fcber den Lavaz\u00e9-Pass ist dieses Jahr besonders heikel, sind doch immer noch Holzfuhrwerke und R\u00e4umbagger unterwegs, um die Spuren des verheerenden Orkans von 2018 zu beseitigen. Ohne Aufenthalt fahren wir durch bis <strong>Moena<\/strong>. Die Sonne scheint, genau das Wetter f\u00fcr unseren \u00fcblichen Stadtbummel. Zun\u00e4chst hei\u00dft es aber mit einem echten italienischen Espresso den Kreislauf anregen, nat\u00fcrlich an alter Stelle im \u201aCaffe\u2018 Moena\u2018. Danach folgt der Bummel durch die Innenstadt mit ihrer geschmackvollen Winterdekoration. Dann landen wir in unserer Neuentdeckung, dem kleinen Stra\u00dfencaf\u00e9 des Hotels Faloria. Wir schwelgen in Erinnerungen, genie\u00dfen unseren ProSecco und die dazu gereichten Tappas. In ausgelassener Stimmung treten wir nach einer Stunde den R\u00fcckweg an und beschlie\u00dfen, mangels Hunger, den Stopp im \u201aHennenstall\u2018 am Karersee diesmal ausfallen zu lassen. So sind wir schon um 14:00 Uhr wieder im Hotel.<\/p>\n<p align=\"left\">Wir sind ja auf einer \u201awei\u00dft Du noch?\u2018-Nostalgie-Tour. So wollen wir auch in diesem Jahr unbedingt noch einmal hoch zur <strong>Maierl-H\u00fctte<\/strong>. \u00dcber die Weigler Schupf stapfen wir mutig bergan. Herrlich, von hier die sich mit jedem H\u00f6henmeter \u00e4ndernde Sicht auf den Zanggen zu erleben. Wir lassen es langsam angehen und stehen dann unmittelbar an der ziemlich breiten Maierl-Piste. Einen g\u00fcnstigen Augenblick abgepasst und schon sind wir auf der anderen Seite. Was ist blo\u00df los? Es ist doch erst Freitag, aber alles ist \u00fcberf\u00fcllt. Unsere Getr\u00e4nke holen ich von der Bar im Innenraum \u2013 aber auch hier dauert es ewig, bis die Schlange langsam k\u00fcrzer wird. In der warmen Wintersonne erwischen wir einen Tisch etwas abseits an der Terrassenmauer. F\u00fcr ein paar aktuelle Bilder stromer ich noch einmal \u00fcber die riesige Terrasse. In seliger Stimmung treten wir dann den R\u00fcckweg an. Die Woche hat gereicht, um alle St\u00e4tten unserer fr\u00fcheren Winteraktivit\u00e4ten aufzusuchen. Wir sind aber auch zufrieden, weil unsere alten Knochen alles mitgemacht haben, was wir uns vorgenommen haben.<\/p>\n<p align=\"left\">Es ist Sonnabend, der 22. Februar, unser letzter Tag in Obereggen. Noch einmal in die H\u00f6he?Eigentlich ist jetzt noch etwas gem\u00fctliches gefragt. Ja, da ist ja noch der Weg am Zischghof vorbei zu den Wiesen, auf denen wir, falls die Schneeverh\u00e4ltnisse es zulie\u00dfen, unsere ersten Langlaufversuche unternommen haben. Also, nichts wie los. Irgendwann verliert sich der Pfad im Gel\u00e4nde, f\u00fcr Spazierg\u00e4nger geht es nicht weiter. Zur St\u00e4rkung vor dem unausweichlichen Kofferpack-Schicksal kehren wir auf dem R\u00fcckweg noch zu Kaffee und Kuchen im Hotel Sonnalp ein. Ein kleiner Zweier-Tisch auf der Terrasse hat nur auf uns gewartet.<\/p>\n<p align=\"left\">Wie alle Jahre hat unser Winteraufenthalt in den Bergen zwei Teile. Am Sonntag um 09:00 Uhr geht\u2018s dann weiter, \u00fcber Bozen und Meran fahren wir durch den Vinschgau in die <strong>Schweiz<\/strong>.<\/p>\n<p align=\"left\">Bei einsetzendem leichtem Regen k\u00f6nnen wir leider das Erlebnis vom letzten Jahr nicht wiederholen und unsere Mittagspause im Garten vor dem Haus verbringen. Nach unserer Ankunft um 12:30 Uhr in <strong>Zernez<\/strong> sitzen wir so im Hotel Selva drinnen, am gewohnten Platz. Nach dem Essen ist es nur noch eine halbe Stunde, bis wir um 14:00 Uhr unser <strong>Hotel Belvair in Scuol<\/strong> erreichen. \u201aGl\u00fcck gehabt\u2018 \u2013 ein Platz in der Tiefgarage ist noch frei. Der noch immer anhaltende leichte Nieselregen ist bestens geeignet, keine gro\u00dfen Aktivit\u00e4ten zu starten. Entspannen, ausruhen und das Gep\u00e4ck verstauen, damit f\u00fcllen wir den Rest des Tages aus.<\/p>\n<p align=\"left\">Wie haben wir auf R\u00fcckfrage immer geantwortet? \u201eWir fahren in die Schweiz, um uns vom Urlaub zu erholen!\u201c Um das zu erreichen gibt es einen festen Tagesrhythmus: 07:30 Uhr Fr\u00fchst\u00fcck vom B\u00fcfett, 08:40 bis ca. 10:30 Uhr genie\u00dfen im Thermalbad (drinnen und drau\u00dfen). Danach mit dem Shuttle-Bus zum Bahnhof und von dort mit der Gondel hinauf nach Motta-Naluns. Der <strong>H\u00f6henweg<\/strong> von der Bergstation bis zum <strong>Bergrestaurant \u201aPrui\u2018<\/strong> hat es uns besonders angetan, mit den st\u00e4ndig wechselnden Blicken ins Inntal und hin\u00fcber auf die 3.000er des Schweizer Nationalparks. Am ersten Tag nehmen wir nach einem kleinen Imbiss auf der Prui auch den R\u00fcckweg noch unter die Stiefel. Mit der Gondel geht\u2018s dann wieder talw\u00e4rts. Um 15:30 Uhr kehren wir zur\u00fcck; rechtzeitig zu Kaffee und Kuchen im Hotel-Restaurant. Beim anschlie\u00dfenden Einkaufsbummel versorgen wir uns mit dem n\u00f6tigen Proviant f\u00fcr unseren Abendimbiss \u2013 Brezel, K\u00e4se (rezent) und Rotwein.<\/p>\n<p align=\"left\">Neeeee, ganz so monoton lief diese Woche nat\u00fcrlich nicht ab. Da hatten wir doch im letzten Jahr diesen \u201aItaliener\u2018 entdeckt, bei dem es so leckeren Espresso gab. Also sitzen wir schon am zweiten Tag beim <strong>Espresso im \u201aAllegra\u2018<\/strong>. Das Leben kann ja so sch\u00f6n sein. Nach diesem Motto fplgt dann auch prompt noch ein ProSecco, ehe wir um 12:00 Uhr zur Auffahrt mit der Seilbahn aufbrechen. Es ist zwar wolkig, aber trocken, als wir uns auf den Weg nach Prui machen. Wieder sitzen wir auf der Terrasse und genie\u00dfen die schneebedeckten Berge ringsum. Wir k\u00f6nnen nicht widerstehen, heute ist ein \u201aHolzf\u00e4ller-R\u00f6sti\u2018 dran. Programm\u00e4nderung \u2013 f\u00fcr den R\u00fcckweg entscheiden wir uns f\u00fcr die leichtere Alternative. Es geht mit dem Doppelsitzer-Skilift ins Tal nach Ftan. Leider ist der Bus gerade vor f\u00fcnf (5) Minuten abgefahren, als wir die Ortsmitte erreichen. Nach einer halben Stunde kommt allerdings der Skibus bis zum Bahnhof Tarasp. Nur leider m\u00fcssen wir dann dort noch einmal unangenehm lange auf den Bus in den Ort warten.<\/p>\n<p align=\"left\">Klingt so, als ob dieser Aufenthalt in monotonem Einerlei untergeht. Weit gefehlt. Da ist eine Menge Abwechslung drin. Als wir am dritten Tag wieder recht fr\u00fch aus den Federn krabbeln, zeigt die Landschaft gravierende Ver\u00e4nderungen. Es schneit, die Temperaturen liegen um 0\u00b0C. Auf das Morgenprogramm hat das zun\u00e4chst keinen Einfluss. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck genie\u00dfen wir die knapp zwei Stunden im Thermalbad mit dem anschlie\u00dfenden Aufenthalt im Ruheraum in vollen Z\u00fcgen. Aber dann. Was ist denn los in der Schweiz? Es ist doch erst Mittwoch und noch nicht Wochenende. Espresso-Genuss f\u00e4llt aus, das Lokal ist total \u00fcberf\u00fcllt. Dann fahren wir trotz der miserablen Sicht eben hoch ins La Motta. Das gibt es doch nicht \u2013 das Riesenrestaurant l\u00e4sst keine G\u00e4ste mehr ein, wegen \u00dcberf\u00fcllung. Uns bleibt wirklich nur der R\u00fcckzug ins Hotel \u2013 dort gibt\u2018s dann endlich unseren Espresso. Die Gelegenheit ist g\u00fcnstig, um f\u00fcr \u00fcbermorgen einen Spezialaufenthalt in der Therme zu buchen. In der Hauszeitschrift der \u201aBelvedere-Hotels\u2018 hatte ich im Sommer etwas \u00fcber eine Spezialit\u00e4t des Scuoler Thermalbades gelesen (siehe unten). Das buchen wir f\u00fcr Freitag 10:40 Uhr.<\/p>\n<p align=\"left\">Am Donnerstag ist der ganze Spuk vorbei. Wir spulen unser Tagesprogramm wie gewohnt ab \u2013 fr\u00fches Fr\u00fchst\u00fcck, Therme, Ruheraum, Espresso\/ProSecco im Allegra, 12:00 Uhr Auffahrt nach Motta\/Naluns. Der H\u00f6henweg ist nach dem Neuschnee gut gespurt und sieht uns dann auch auf dem Weg nach Prui. F\u00fcr den Heimweg erwischen wir diesmal in Ftan den richtigen Bus, der ohne Umsteigeaufenthalt direkt bis Scuol durchf\u00e4hrt. F\u00fcr uns dann auch noch die Gelegenheit unsere Selbstversorgung etwas aufzuf\u00fcllen. Etwas Sorge bereitet uns das morgige Programm. Christa klagt \u00fcber Herzbeschwerden und bef\u00fcrchtet negative Folgen durch die Anwendungen mit Dampfbad. Wir \u00e4ndern die Buchung noch um. Ich werde den Genuss allein wahrnehmen.<\/p>\n<p align=\"left\">Dann kommt der Tag mit dem Sonderprogramm. Leider m\u00fcssen wir eine Menge Zeit totschlagen, bis der Terminplan aktiv wird. Am 28. \u00f6ffnet sich in der Therme eine T\u00fcr, die man sonst gar nicht wahrnimmt. Um 10:40 Uhr betrete ich das <strong>R\u00f6misch-irischen Bad<\/strong>.<\/p>\n<p align=\"left\">Zitat:<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"left\"><i><b>Dem Alltag ent\ufb02iehen<\/b><\/i><\/p>\n<p align=\"left\"><i>Wer durch die Marmort\u00fcr in den Eingangsbereich des R\u00f6misch-irischen Bades gelangt, taucht ein in eine wunderbare Atmosph\u00e4re aus W\u00e4rme, Ruhe und purer Entspannung, umgeben von Marmor, kunstvoll gezeichneten Decken und bunten Glasplatten. F\u00fcr das R\u00f6misch-irische Bad sollte man sich Zeit nehmen. Ein Durchgang dauert n\u00e4mlich rund zweieinhalb Stunden, ist aber eine Wohltat f\u00fcr K\u00f6rper und Seele. Der Kreislauf wird sanft angeregt, der K\u00f6rper entschlackt und das Immunsystem gest\u00e4rkt. Die feuchte W\u00e4rme des Dampfes dringt tief in die Bronchien ein und verbessert die Durchblutung der Atemwege.<\/i><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"left\">Bis 13:30 Uhr durchlaufe ich die gesamte Prozedur mit <strong>Dampfbad, Massage, Kaltbad, Sprudelbad und Ruheraum<\/strong>. Abgesehen von den einzelnen B\u00e4dern ist es vor allem die Ruhe, die Entspannung bringt. Christa ist w\u00e4hrenddessen zu einem l\u00e4ngeren Aufenthalt im \u201aNormal\u2018-Bad. Recht sp\u00e4t fahren wir dann noch hinauf und kehren zum Essen im <strong>\u201aLa Motta\u2018<\/strong> ein. Bei herrlichem Wetter finden wir sogar einen Platz auf der Terrasse. Bei angeregter Unterhaltung mit anderen G\u00e4sten vergeht die Wartezeit, bis das \u201aHolzf\u00e4ller-R\u00f6sti\u2018 serviert wird, wie im Flug. Der Sonnabend steht in meinen Tagebuchnotizen mit dem Stichwort \u201eStandardtag\u201c. Nachmittags wird gepackt und alles Entbehrliche im Auto verstaut. F\u00fcr die <span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Heimfahrt <\/span><\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">nehmen wir wieder den <\/span><\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">Autozug \u201aVereina\u2018, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">dann geht es <\/span><\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00fcber Bregenz direkt, <\/span><\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">ohne weitere Zwischenaufenthalte,<\/span><\/span> <span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">weiter in die Heimat.<\/span><\/span><\/p>\n<p align=\"left\"><em><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">E<\/span><\/span><span style=\"font-family: Liberation Serif, serif;\"><span style=\"font-size: medium;\">in herrlicher Urlaub, der keine W\u00fcnsche offenl\u00e4sst. So gut erholt, k\u00f6nnen wir das sp\u00e4ter einsetzende Grippe-Chaos in der Heimat recht gelassen angehen.<\/span><\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir sind wieder in den geliebten winterlichen Bergen unterwegs Es ist Februar und wir haben in diesem Winter noch immer keinen Schnee gesehen. Viele nennen das Klimawandel, f\u00fcr uns ist es allerdings nur ein zu warmer Winter. Allerdings ist die Vorfreude auf unsere allj\u00e4hrliche Reise in die schneebedeckten Alpen dieses Jahr verst\u00e4ndlicherweise besonders gro\u00df. 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