{"id":569,"date":"2020-12-22T15:11:32","date_gmt":"2020-12-22T14:11:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.senioren-freuden.de\/blog\/?p=569"},"modified":"2020-12-22T15:11:32","modified_gmt":"2020-12-22T14:11:32","slug":"alter-pc-und-neues-betriebssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.senioren-freuden.de\/blog\/alter-pc-und-neues-betriebssystem\/","title":{"rendered":"Alter PC und neues Betriebssystem"},"content":{"rendered":"<h2>Was fange ich bloss mit meinem alten DELL 1720 an?<\/h2>\n<p>&#8222;Wenn Sie einen alten PC haben, den nicht einmal jemand geschenkt haben will, dann testen Sie doch einmal, ob er sich nicht zum Umbau als <strong>CHROMEBook<\/strong> eignet. Das Betriebssystem Chrome l\u00e4uft auch auf Uralt-Systemen!&#8220; Das ist eine Klasse-Idee. Mein altes DELL-Notebook 1720 hat es mir angetan und ich bedaure es immer wieder, dass die Technik darin den heutigen Software-Anforderungen nicht mehr gewachsen ist.<\/p>\n<p>Schnell ist ein &#8218;<strong>Chrome OS-USB-Stick<\/strong>&#8218; zusammengestellt und einsatzbereit. Gut, dass das F12-Bootmen\u00fc immer noch zur Verf\u00fcgung steht. Tats\u00e4chlich, kurz nach dem Booten erscheint ein neues Gesicht auf dem Desktop &#8211; ein bischen Linux, ein bischen Windows, intuitiv und man findet sich schnell zurecht. Was soll denn alles laufen? Neben einer anst\u00e4ndigen Textverarbeitung ist bei mir nat\u00fcrlich <strong>Bildbearbeitung<\/strong> angesagt. Ein wenig im &#8218;play store&#8216; gesucht, welches Programm kann denn am besten mit TIFF- und RAW-Bildern umgehen? Klingt gut, was \u00fcber &#8218;Photopea&#8216; und &#8218;Polarr&#8216; geschrieben steht. Ein paar Bilder stehen auf der Festplatte zur Verf\u00fcgung und sind schnell aufgerufen. Aufgerufen ja, aber bis sie sichtbar werden, vergeht eine kleine Ewigkeit, falls nicht vorher der Bildschirm einfriert. Fazit: Chrome auf einem schmalbr\u00fcstigen Alt-PC ist f\u00fcr Bildbearbeitung, meinem Haupt-Hobby, <strong>nicht geeignet<\/strong>.<\/p>\n<p>Bald ergibt sich eine neue Herausforderung. Solange ich das 1720 besitze, habe ich immer auch alle Updates aufgespielt. F\u00e4llig ist diesmal das &#8218;Herbst-Update 20H2&#8216;. Die Prozedur l\u00e4uft jedesmal z\u00e4her. Als ich nach Abschluss des Updates die System-Information aufrufe, stelle ich fest, dass mein 1720 <strong>noch immer mit Windows 10.1990<\/strong> l\u00e4uft. Ich erinnere mich, irgendjemand hat mal geschrieben, <strong>32Bit-Systeme<\/strong> erhalten keine Funktions-Updates mehr. Soll ich wirklich das alte Sch\u00e4tzchen noch weiter aufr\u00fcsten? Na ja, ein bischen recherchieren kann man ja mal. Klingt gar nicht so schlimm: alles auf dem alten PC l\u00f6schen und eine 64Bit-Neuinstallation durchf\u00fchren &#8211; Aktivierung erfolgt automatisch!<\/p>\n<p>Man muss ja flexibel bleiben &#8211; also los. Beschreibbare DVDs sind noch vohanden. MediaCreationTool ist schnell heruntergeladen. Am Ende der Prozedur gibt es schon wieder ein &#8218;leider nein&#8216;, die DVD ist mit 4,7GB f\u00fcr Windows 10 zu klein und &#8218;doppelte&#8216; habe ich nicht vorr\u00e4tig. Also die ganze Prozedur noch einmal, mit dem Ziel, einen bootf\u00e4higen USB-Stick zu erstellen. Der Stick ist ja sogar vorhanden. Der unbrauchbare (siehe oben) ChromeBook-Stick wird ja wohl gro\u00df genug sein? Was sagt der Explorer \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe? Nichts!1 &#8222;Der Datrentr\u00e4ger muss formatiert werden!&#8220; Also los, formatieren! &#8222;Formatierung nicht m\u00f6glich!&#8220; N\u00e4chster Schritt: Auf in die Datentr\u00e4ger-Verwaltung. Alle auf dem Stick vorhandenen &#8218;Volumes&#8216; l\u00f6schen, bis der gesamte Stick nur noch aus &#8217;nicht zugewiesenem&#8216; Speicherplatz besteht. Das darauf dann erstellte neue &#8218;Volume&#8216; l\u00e4sst sich dann formatieren und erh\u00e4lt auch gleich zur eindeutigen Identifikation einen Laufwerksbuchstaben. Beim n\u00e4chsten Start erzeugt das &#8218;MediaCreationTool&#8216; dann wirklich einen <strong>bootf\u00e4higen USB-Stick mit &#8222;Windows PRO 10.20H2 x64<\/strong>&#8222;.<\/p>\n<p>Es dauert ein Weilchen, bis dann tats\u00e4chlich das neue System installiert ist. Aber damit arbeiten, d\u00fcrfte ein schier unm\u00f6gliches Unterfangen sein. Z\u00e4h und widerwillig \u00f6ffnen sich die (zun\u00e4chst noch) nur windowsinternen Applikationen. Ob man den PC schneller machen kann? Laut Rechnung von 2007 hat das Notebook 2x 1GB DDR2-RAM. Na ja, 2GB Arbeitsspeicher ist f\u00fcr Windows wohl wirklich etwas sehr wenig. Speicher d\u00fcrfte allerdings inzwischen erschwinglich sein. Ob das aber \u00fcberhaupt geht? Dar\u00fcber gibt es im Internet viele Meinungen, auch recht philosophische. <strong>Vier GB (2x 2GB)<\/strong> erscheint als die glaubw\u00fcrdigste Annahme &#8211; Einbau nach Ma\u00dfgabe des DELL-Handbuches! Warum in meiner Sammlung elektronischer Handb\u00fccher nichts \u00fcber DELL 1720 existiert, ist mir schleierhaft. Habe ich wohl nie gerbraucht, auch damals nicht, als ich die zweite Festplatte einbaute. Also \u00f6ffne ich auf der Unterseite des Ger\u00e4tes einen Deckel, der mit &#8218;M&#8216; (wie memory?) beschriftet ist. Es ist dann auch keine \u00dcberraschung, das sich darunter ein 1GB-Speicherbaustein befindet. Und? Wo ist der zweite? Das Handbuch muss her! Es dauert eine Ewigkeit, bis ich unter &#8222;owner&#8217;s manual_en&#8220; endlich f\u00fcndig werde. Was lese ich da? Der zweite Baustein der &#8218;Speicher-Bank&#8216; befindet sich unter der Tastatur. Inzwischen ist auch die Aufragsbest\u00e4tigung eines mir vertrauensw\u00fcrdig erscheinenden Lieferanten eingegangen. Also noch einmal zwei Tage warten.<\/p>\n<p>Hurra, die Speicher-Bausteine liegen im Briefkasten. Mit dem richtigen Werkzeug und dem Wissen aus dem Handbuch ist der Austausch der alten 1GB-Speicher gegen die 2GB-Version schnell vollzogen. Bloss nicht nerv\u00f6s werden &#8211; ehe der Rechner und danach Windows die &#8218;Neuerungen&#8216; zur Kenntnis nimmt, vergehen bange Minuten. Aber das BIOS meldet nach gewisser Zeit &#8218;ihre Speicher wurden ge\u00e4ndert, geht das in Ordnung?&#8216; Windows startet, welche Erleichterung. Die jetzt notwendigen Anpassungen und Konfigurationen sind zwar keine allt\u00e4gliche Routine, aber ohne Probleme zu bew\u00e4ltigen: <strong>Bildschirm anpassen, Festplatte von Ubuntu befreien, eine Handvoll &#8218;portable&#8216; Programme<\/strong> aktivieren (IrfanViewer, SMPlayer, FastStoneViewer, LibreOffice, XnView, FireFox, Cryptomator, 7-Zip, Notepad+) und letztendlich die Auslagerungsdatei &#8218;pagefile.sys&#8216; auf 6GB vergr\u00f6\u00dfern. Viele Tipps finde ich im Internet, um den Windows-Explorer dazu zu bewegen, meine Netzwerk-Freigaben anzuzeigen. Auch dabei hilft das Internet. &#8222;In Win10 wurden die alten SMB-Versionen entfernt bzw. deaktiviert. \u00dcber die Systemsteuerung die \u201cWindows Features\u201d aufrufen. Den Eintrag \u201c<strong>SMB 1.0 \/File Sharing Support<\/strong>\u201d aktivieren. Rechner neu starten.&#8220; Ja, das ist der richtige Tipp.<\/p>\n<p>Beim Systemstart erscheint allerdings immer noch das alte <strong>Metro-Startmen\u00fc<\/strong> mit der Bootoption &#8218;Ubuntu&#8216;. Diesem Problem versuche ich mit dem als Administrotor ausgef\u00fchrten Befehl &#8218;bcdboot c:\\windows \/l de-de&#8216; beizukommen. Nur eins der insgesamt zwei Vorkommen dieses Men\u00fcs verschwindet. Erst mit der kostenlos verf\u00fcgbaren Software \u201a<strong>EasyBCD<\/strong>\u2018 werde ich diesen Metro-Men\u00fc-Eintrag endlich los. Danach l\u00f6sche ich auch noch das Verzeichnis C:\\NST\\* nebst aller Eintr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Probleme macht mir die st\u00e4ndig wieder<strong> verschwindende WLAN-Verbindung<\/strong>, die ich immer \u00fcber die Problembehandlung reaktivieren muss. Empfohlen wird ja allenthalben die Energiespar-Option im der Netzwerk-Konfiguration \u00fcber &#8218;Eigenschaften\/Adaptereigenschaften\/Energieverwaltung&#8216; den Eintrag &#8218;Computer kann das Ger\u00e4t ausschalten, um Energie zu sparen&#8216; zu deaktivieren. Mal sehen, was es bringt.<\/p>\n<p>Recht aufwendig getaltet sich noch die Installation des Anschlusses des <strong>Netzwerkdruckers &#8218;CANON MG 5250&#8216;<\/strong>. Zun\u00e4chst erscheint er nicht in der Auswahlliste, danach kann er nicht aktiviert werden, weil kein Treiber verf\u00fcgbar ist. Also erst zu CANON, den passenden Treiber suchen. Es gibt einen, sogar f\u00fcr x64-System, runterladen und installieren. Danach l\u00e4uft die Prozedur problemlos und der Druck der Testseite erfolgt fehlerfrei.<br \/>\nN\u00e4chste Ma\u00dfnahme ist die <strong>Kalibrierung des Bildschirms<\/strong>, etwas, was sich bei der Bildbearbeitung als sehr hilfreich herausgestellt hat. Also DATACOLOR Spyder 5 installieren und die Messungen durchlaufen lassen.<\/p>\n<p>Jetzt steht der Installation von \u201aRebootRestoreRx3\u2018 nichts mehr im Wege. Auf jeden Fall habe ich zun\u00e4chst ein lauff\u00e4higes Ersatzsystem mit DVD-Laufwerk und der M\u00f6glichkeit, von verschiedenen Datentr\u00e4gern booten zu k\u00f6nnen. Ob mir das reicht, oder eventuell auch noch eine SSD als Startpartition den Umbau vervollst\u00e4ndigt muss, wird sich sp\u00e4ter zeigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was fange ich bloss mit meinem alten DELL 1720 an? &#8222;Wenn Sie einen alten PC haben, den nicht einmal jemand geschenkt haben will, dann testen Sie doch einmal, ob er sich nicht zum Umbau als CHROMEBook eignet. Das Betriebssystem Chrome l\u00e4uft auch auf Uralt-Systemen!&#8220; Das ist eine Klasse-Idee. 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